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Flugordnung

Flugordnung
Modellsportverein Aschbach 1983 e.V.
Flugordnung MSV Aschbach



§ 1 Regelungen der Aufstiegserlaubnis

Der Modellflugbetrieb am Vereinsgelände darf nur von Mitgliedern des Modellsportvereins Aschbach 1983 e.V.
durchgeführt werden. Für die Aufnahme von Kurzzeitmitgliedern ist § 4 Abs. 10 der Vereinssatzung zu beachten.
Der Flugbetrieb unterliegt den Bestimmungen des Erlaubnisbescheides des Landesbetriebes Mobilität, Fachgruppe
Luftverkehr, Flughafen‐Hahn vom 21.01.2010, der im Vereinsheim ausliegt und von jedem Teilnehmer am
Flugbetrieb zur Kenntnis genommen werden muss. Die Bestimmungen sind genauestens zu beachten. Die
wichtigsten Regelungen werden im Folgenden auszugsweise in die Flugordnung übernommen:

(1)
Modellflugbetrieb darf nur bei Anwesenheit und unter Aufsicht eines Flugleiters durchgeführt werden. Jeder
Teilnehmer hat vor der Aufnahme des Flugbetriebes dem Flugleiter seine Modellhalter‐ Haftpflichtversicherung
vorzulegen. (siehe § 2 Abs. 2 Flugleiter)

(2)
Jeder Modellflieger hat sich so zu verhalten, dass die öffentliche Sicherheit und Ordnung insbesondere
andere Personen und Sachen, sowie die Ordnung des Modellflugbetriebes nicht gefährdet oder gestört werden.

(3)
Während des Start‐ und Landevorgangs müssen die Start‐ und Landeflächen frei von unbefugten Personen
und beweglichen Hindernissen sein.

(4)
Starts und Landungen haben grundsätzlich in Längsrichtung des Platzes zu erfolgen. Bei Starts und Landungen
in westlicher Richtung haben sich die Piloten und evtl. Flugleiter am Ostende der Start‐ und Landebahn
aufzuhalten. Von diesem Standpunkt aus hat man den optimalen Überblick über den angrenzenden Feldweg, falls
dieser zur Landung tief überflogen werden muss.

(5)
Zwischen den Flugmodellen und Drittpersonen außerhalb des Aufstiegsgeländes ( z.B. Spaziergänger,
Feldarbeiter) muss stets ein ausreichender Sicherheitsabstand eingehalten werden. Hierbei sind das Gewicht, und
das Betriebsverhalten der Modelle ( Geschwindigkeit, Steuerungsfähigkeit etc.) zu berücksichtigen. Das Anfliegen
sowie das Überfliegen von Personen und Tieren ist nicht zulässig. Soweit sich auf den Feldern innerhalb des
ausgewiesenen Flugraumes Personen aufhalten, dürfen diese Felder nicht überflogen werden.

(6)
Straßen und Wege dürfen nicht unter 25 m über Grund überflogen werden. Dies gilt nicht für Start‐ und
Landevorgänge wenn sichergestellt ist, dass sich auf dem betreffenden Wege‐ oder Straßenabschnitt auf
mindestens 25 m Breite keine Personen oder störende Gegenstände befinden (z. B. Kraftfahrzeuge).

(7)
Die Flugmodelle müssen während der gesamten Flugdauer ständig vom Steuerer beobachtet werden können.
Sie haben, sofern sie steuerbar sind, anderen Luftfahrzeugen stets auszuweichen.

(8)
Der Flugbetrieb darf nur in Anwesenheit einer Person durchgeführt werden, die erfolgreich an einer
Unterweisung in Sofortmaßnahmen am Unfallort oder einer Ausbildung in Erster Hilfe teilgenommen hat. Jedes
aktive Vereinsmitglied hat einen entsprechenden Nachweis dem Vorstand vorzulegen.
Flug

(9)
Sämtliche eingesetzten Flugmodelle mit Verbrennungsmotoren müssen mit einem funktionstüchtigen
Schalldämpfer, der dem neuesten technischen Entwicklungsstand entsprechen muss, ausgestattet sein.

(10)
Es dürfen nur Funkanlagen verwendet werden, die den für solchen Anlagen geltenden Vorschriften der
Bundesnetzagentur entsprechen. Bei dem Betrieb dieser Anlagen sind die geltenden Verfügungen der
Bundesnetzagentur zu beachten.

(11)
Die Modelle dürfen nur innerhalb des im Erlaubnisbescheid festgelegten Flugraums geflogen werden. Ein
Lageplan hängt im Schaukasten aus. Dies gilt auch für Modelle mit Turbinenantrieb. Modelle deren
Flugbetriebseigenschaften (Geschwindigkeit, Gewicht, aerodynamische Eigenschaften) eine Einhaltung der
Flugraumbegrenzung nicht jederzeit gewährleisten, dürfen auf dem Modellfluggelände nicht betrieben werden.

(12)
Es dürfen nur Flugmodelle bis 25 kg Gesamtmasse betrieben werden. Der Flugleiter kann im Zweifel den
Start eines Großmodells untersagen bis der Nachweis erbracht wurde, dass die Gewichtsgrenze eingehalten wird.

(13)
Die zulässigen Aufstiegszeiten müssen zuverlässig eingehalten werden.
Aufstiegszeiten:
Eine Liste mit den Sonnenuntergangsterminen hängt im Schaukasten aus. Der Platz soll – außer bei besonderen
Veranstaltungen – nach dem Ende der abendlichen Aufstiegszeiten möglichst bald verlassen werden.


§ 2 Flugleiter

(1)
Flugbetrieb darf nur bei Anwesenheit eines Flugleiters durchgeführt werden, der den Flugbetrieb überwacht
und erforderlichenfalls ordnend eingreift. Als Flugleiter dürfen nur erfahrene Piloten eingesetzt werden, die
Auswahl dieser Personen nimmt die Vorstandschaft vor. Eine Liste der eingeteilten Flugleiter hängt im Schaukasten
aus. Der Flugleiter darf nicht selbst Modelle steuern. Er kann sich vertreten lassen, um selbst Modelle zu
betreiben. Dies ist im Flugleiterbuch mit Angabe des Zeitraums und des Vertreters zu vermerken

(2)
Der Flugleiter hat sich im Zweifel durch Einsichtnahme in die entsprechenden Nachweise zu überzeugen, dass
die erforderliche Haftpflichtversicherung der Modellflieger vorliegt und die Fernsteuerung den Vorschriften
entspricht. Im Zweifel hat er die Teilnahme zu untersagen, wenn die Nachweise nicht erbracht werden.
Täglich von 30 Min. nach Sonnenaufgang bis 30 Min. vor Sonnenuntergang
Jedoch mit Flugmodellen mit Verbrennungsmotoren innerhalb dieses Zeitrahmens
nur während folgender Zeiten:
Werktage: 07.00 Uhr bis 22.00 Uhr
Sonn‐ und Feiertage: 08.00 Uhr bis 22.00 Uhr
Flug

(3)
Der Flugleiter hat den Einsatz von Flugmodellen zu untersagen, die den technischen Anforderungen in Bezug
auf Flugsicherheit und Schallschutz nicht entsprechen, oder die aufgrund ihrer Flugbetriebseigenschaften die
Einhaltung der Flugraumgrenzen nicht jederzeit gewährleisten ( siehe § 1 Abs. 11). Er muss den Flugbetrieb
einstellen, wenn die Wetterbedingungen oder andere Gegebenheiten einen sicheren Flugbetrieb gefährden.

(4)
Den Anordnungen des Flugleiters ist unbedingt Folge zu leisten.
Bei Verstößen gegen Bestimmungen dieser Flugordnung oder des Erlaubnisbescheides kann er ein Flugverbot
aussprechen. Er übt für den Verein das Hausrecht am Platz aus und kann Personen, die den ordnungsgemäßen
Ablauf des Flugbetriebes stören, vom Platz verweisen. Diese Ahndungsmaßnahmen hat er schriftlich im
Flugleiterbuch festzuhalten und dem Vereinsvorstand mitzuteilen. Dieser entscheidet ggf. über weitere
Maßnahmen.

(5)
Der Flugleiter hat die notwendigen Eintragungen im Flugleiterbuch vollständig und in leserlicher Schrift
vorzunehmen. Es ist das vom Verein ausgegebene Muster zu verwenden.

(6)
Modellflugbetrieb ohne Flugleiter darf nur durchgeführt werden, wenn sich höchstens zwei Personen
zielgerichtet auf dem Modellfluggelände aufhalten. Hierzu zählen auch dauerhaft anwesende Zuschauer,
Angehörige u.ä.
Modellflugbetrieb ohne Flugleiter darf jedoch nur durchgeführt werden, wenn eine zweite Person (Angehörige,
Zuschauer, Bekannte usw.) auf dem Modellfluggelände anwesend ist, die an einer erforderlichen Ausbildung in
Erster‐Hilfe teilgenommen hat.
Bei Flugbetrieb ohne Flugleiter sind die erforderlichen Flugleiterbucheintragungen von den Modellfliegern selbst
vorzunehmen.


§ 3 Sicherheit

(1)
Bei Flugbetrieb dürfen die Start‐ und Landebahn und der Vorbereitungsbereich nur von Piloten, ihren Helfern
und vom Flugleiter betreten werden. Alle anderen Personen müssen sich im Aufenthaltsraum hinter dem
Sicherheitszaun aufhalten.

(2)
Für die Funkfernsteuerung dürfen nur die zugelassenen Frequenzen benutzt werden. Vor dem Einschalten des
Senders muss sichergestellt sein, dass die Frequenz nicht bereits belegt ist. Die Frequenzbelegung wird wie folgt
gekennzeichnet:
* Eintrag im Flugleiterbuch
* Kennzeichnung der Senderantenne mit einer Frequenzklammer in der entsprechenden Farbcodierung und der
Kanalnummer . Die dem Sender entsprechende Klammer wird an der Frequenztafel im Schaukasten entfernt und
am Sender angebracht.

(3)
Die im Vereinsheim und im Schaukasten ausliegenden Regeln und Anweisungen für den sicheren Betrieb
von Flugmodellen sind zu beachten.

(4)
Für alle Personen die am Flugbetrieb teilnehmen, gilt ein absolutes Alkoholverbot.
Flug


§ 4 Lärmschutz

(1)
Am Fluggelände dürfen nur Flugmodelle eingesetzt werden, die einen Schallpegel von
82 dB(A) / 25m bei Flugmodellen mit Kolbenmotoren und
90 dB(A) / 25m bei Flugmodellen mit Turbinenantrieb nicht überschreiten.
Es dürfen maximal drei Flugmodelle mit Kolbenmotoren oder maximal zwei Flugmodelle mit Turbinenantrieb
gleichzeitig betrieben werden.

(2)
Es dürfen nur Flugmodelle mit Verbrennungsmotor eingesetzt werden, die im Lärmpass des Modellfliegers
eingetragen sind. Die Lärmmessungen werden vom Lärmschutzbeauftragten des Vereins durchgeführt. Die
Messung wird von Ihm im Lärmpass bestätigt. Die Messung muss wiederholt werden, wenn an dem Modell
Veränderungen vorgenommen wurden, die die Schallemission beeinflussen ( v. a. Motor, Schalldämpfer,
Luftschraube).
§ 5 Ordnung und Sauberkeit – Umweltschutz

(1)
Sämtliche Fahrzeuge dürfen ausschließlich auf den vorgesehenen Parkplätzen abgestellt werden. Keinesfalls
darf auf den Zufahrtswegen oder auf benachbarten Feldern geparkt werden.

(2)
Mit der Natur ist schonend umzugehen. Es ist verboten Tieren vor allem Vögeln mit Modellen nachzustellen.

(3)
Beim Betanken der Modelle sind entsprechende Maßnahmen zu treffen, um das Einsickern von Kraftstoffen in
den Boden zu verhindern. Kleine Behälter und Kanister zur Entsorgung befinden sich im Vereinsheim.

(4)
Sofern zur Bergung von außengelandeten Modellen bestellte Felder betreten werden müssen, ist dies im
Flugleiterbuch zu vermerken und der Vorstand unverzüglich in Kenntnis zu setzen. Dieser wird einen Ausgleich des
Schadens mit dem betroffenen Landwirt in die Wege leiten. Sofern die Bergung einen unverhältnismäßig hohen
Flurschaden verursachen würde, muss diese zunächst unterbleiben und der Vorstand informiert werden.

(5)
Das Gelände muss in einem sauberen Zustand verlassen werden. Abfälle bzw. Wertstoffe sind von den
Piloten und Besuchern selbst über deren Hausmüll zu entsorgen. ( Bei Veranstaltungen wird der Müll am
Vereinsheim gesammelt und vom Verein entsorgt.)
Flug


§ 6 Verhalten bei Unfällen

Bei Personenschäden sind zunächst Sofortmaßnahmen am Unfallort zu ergreifen. Hierfür steht die Erste Hilfe –
Einrichtung im Vereinsheim zur Verfügung. Bei Alarmierung der Unfallrettung soll als Treffpunkt der Ortsausgang
von Lohnweiler zur B 270 vereinbart werden. Dorthin ist ein Fahrzeug abzustellen, das das Rettungsfahrzeug zur
Unfallstelle geleitet.
Bei der Alarmierung den Unfallhergang, die Art und Schwere der Verletzungen knapp und ruhig darstellen und das
Gespräch nicht eher beenden, bevor die Rettungsleitstelle dazu auffordert!

Wichtige Rufnummern und Anschriften

DRK – Rettungsleitstelle
19222

Krankenhaus ‐ Kaiserslautern
(0631) 2030

Krankenhaus ‐Kusel
(06381) 930

Krankenhaus‐ Meisenheim
(06753) 1260

Dr. Bubel im Tauchental 7
Wolfstein
(06304) 7788

Polizei‐ Lauterecken (06382) 9110

LBM; Fachgruppe Luftverkehr,
Gebäude 890, 55483 Hahn‐Flughafen
(06543) 5088‐01

Jeder der am Flugbetrieb teilnimmt, erkennt die mit dieser Flugordnung getroffenen Regelungen an.
Zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung am Modellfluggelände sieht sich der Vorstand im
Interesse aller Modellflieger des Vereins gehalten, Verstöße strikt zu ahnden. Bei schweren und
fortgesetzten Verstößen droht Flugverbot oder der Vereinsausschluss!
Der nächste öffentliche Fernsprecher befindet sich in
Lohnweiler an der Hauptstraße, Einmündung‐ Mühlacker.

Aschbach den: 02.03.2010
Modellsportverein Aschbach 1983 e.V.
Dieter Leonhardt
1. Vorstand ______________________________

eingestellt : 12.01.2012

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